Angestellter setzt bei Baufirma seine Drone ein und stellt Rechnung


#1

Grüezi mitenand
Ich habe einen interessanten Fall! :slight_smile:
Wir sind eine kleinere KMU im Bau- und Planungsbereich.
Ein Angestellter von uns betreibt als Hobby Dronen-Fliegen und bietet uns an, die Drone auf Baustellen einzusetzen. Wir möchten diese Dienstleistung nutzen, möchten aber aus Haftungsgründen nicht, dass die Drone über die Firma betrieben wird.
Als Lösung bietet sich an, dass der Angestellte die Drone in unserem Auftrag einsetzt und uns dafür Rechnung stellt. Wir werden mit ihm eine schrifliche Vereinbarung treffen. Die gesamten Aufwendungen wie Betrieb der Drone und seine Haftpflichtkosten werden mit dieser Rechnung abgegolten. Die Rechnung wird KEINE Lohnkosten enthalten, da er die Drone in seiner Arbeitszeit bei uns einsetzt.
Es wird sich nur um gelegentliche Aufträge mit einem begrenzten Umsatzvolumen (bis CHF 6.000 pro Jahr) handeln.
Den Freelancer-Status wird er somit nicht haben (keine Anmeldung bei der AHV als Selbständigerwerbender, nur einen Auftraggeber etc.).
Was müssen wir als Firma beachten, um keine rechtlichen Probleme zu gegenwärtigen?
Was muss er als Angestellter vorkehren? Muss er die erziehlten Erträge (Umsatz oder Nettoerlös?)bei der AHV melden?
Gilt hier die Freigrenze von CHF 2’300 pro Jahr?
Steuertechnisch wird er den Nettoerlös zu versteuern haben, ohne Freigrenze?
Ich bin gespannt auf Eure Rückmeldungen, herzlichen Dank!


#2

Hoi Hamburg, Du bist aber schon in der Schweiz, oder? Das kommt mir jetzt ganz schräg vor. Also in Deutschland weiss ich nicht so Bescheid, aber in der Schweiz kannst Du nicht so einfach mit links die Gesetze herumschieben. Wenn Dein Angestellter Euch als einziger Kunde hat, kann er sich sowieso nicht selbständig machen. Auch wenn er bei Euch nicht angestellt wäre, müsstet Ihr ihn anstellen. Und dann, den Umsatz aufteilen…
Meiner Meinung nach ist er ganz einfach nach wie vor Euer Angestellter, und wie ein Angestellter auch sein Auto für den Arbeitgeben brauchen kann (und dafür entschädigt wird) ist es auch so für die Drohne.
Die Verantwortung für Euren Mitarbeiter könnt ihr meiner Meinung nach nicht einfach so auf Euren Angestellten überwälzen. Er kann sich eh nicht wehren (und steht somit unter Druck, diese unfaire Arbeitsbedingung auch gegen seinem willen anzunehmen), so dass Ihr mit Schwierigkeiten rechnen müsst, solltet Ihr je Konflikte haben.
Abgesehen davon ist doch die Freigrenze nicht auf 6000.-.
Meine Empfehlung: verhält Euch korrekt und kontaktiert einen Treuhänder, damit alles sauber gemacht wird. Ansonsten programmiert Ihr Euch gröbere Probleme, und DAS kostet dann wirklich Geld!


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