Darlehen als Finanzierungsmöglichkeit bei Firmenübernahme


#1

Hallo@all

Ich hätte eine Frage betreffend Unternehmensnachfolge, bzw. dessen Finanzierung.

Folgende Ausgangslage besteht:

Ich habe einen Käufer für meine Firma gefunden, der zwar bereit ist, diese zu übernehmen, aber den Betrag von Fr. 100000.- nicht auf einmal bezahlen kann. Besteht da die Möglichkeit, dass ich ihm ein Darlehen gewähren kann? Ich habe mir dabei folgende Buchungen überlegt, wobei ich mir aber absolut nicht sicher bin.

Buchung:
Kontokorrent neuer Gesellschafter (neuer Inhaber) / Darlehen (Kto. 2450) CHF 50000.-
Laufende Abzahlung durch den neuen Inhaber an den Verkäufer:
Darlehen (Kto. 2450) / Kontokorrent neuer Gesellschafter (neuer Inhaber) CHF 10000

Würde das so Sinn machen? Wie würde dann eine entsprechende Auszahlung z. B. über die Bank an mich als Verkäufer verbucht werden?

Besten Dank für eure Hilfe.


#2

Hallo

Da aus der Ausgangslage nicht alle notwendigen Infos zu entnehmen sind, gehe ich jetzt mal davon aus, dass Du die zu verkaufenden Aktien (AG) oder Stammanteile (GmbH) im Privatvermögen hältst, und dass der Käufer die Aktien oder Stammanteile ebenfalls in sein Privatvermögen übernimmt (Verkauf der Aktien/Stammanteile von Privat zu Privat). Falls dies der Fall sein sollte, dann ist nirgends etwas zu buchen (weder beim Verkäufer noch beim Käufer). Du verkaufst Deine Aktien und gewährst in diesem Falle dem Käufer ein Privatdarlehen. Natürlich muss dieses Darlehen in der privaten Steuererklärung deklariert werden.

Sollte es sich um eine andere Ausgangslage bzw. Annahme handeln, dann beschreibe bitte den Tatbestand etwas detaillierter.

Gruss
Salvi


#3

Hallo

Entschuldigung, ich hatte vergessen zu erwähnen, dass der Käufer die Aktien nicht übernehmen wird, sondern nur das Anlagevermögen (Maschinen, Inventar) etc. Die AG verbleibt als “Mantel” in meinem Besitz. Der neue Inhaber wird dann eine GmbH unter neuem Namen gründen.

Das würde also bedeuten, dass die neu gegründete Firma mein an sie gewährtes Darlehen passivieren muss, gleichzeitig aber eine Forderung gegenüber ihrem Gesellschafter (über das Kontokorrent des Gesellschafters) geltend machen kann? Die folgenden Buchungen würden nach meiner Ansicht dabei Sinn ergeben:

vereinfachte Darstellung
Aufnahme Darlehen:
Kontokorrent Gesellschafter / "Passivdarlehen"
Teilrückzahlung des Darlehens:
Passivdarlehen / Bank

Das Kontokorrentkonto wird hier noch nicht berücksichtigt. Der Gesellschafter müsste dies dann z. B. über den Lohn ausgleichen (weniger Lohn beziehen, als auf Lohnabrechnung deklariert). Mithilfe dieser Vorgehensweise könnte er die Schuld auf seinem Kontokorrent abbauen?

Vielleicht liege ich auch komplett falsch. Jedenfalls vielen Dank im Voraus für eure Hilfe.


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