Domainkauf für Kunden

Guten Tag

Ich habe schon diverse Foren nach dem Thema “Domain” durchstöbert, jedoch nichts passendes gefunden.

Und zwar bieten wir als Online-Marketing Firma unseren Kunden unter anderem die Erstellung einer Webseite / Webdesign an.
Nun kaufen wir dann für unsere Kunden die gewünschte Domain für ein Jahr, erneuern dies jedes Jahr aber wieder.
Mit der Zeit haben wir so viele Domains für unsere Kunden gekauft und verkaufen auch selten mal eine zu teureren Konditionen. (Wir kaufen die Domain also nicht für unsere eigene Webseite sondern für die Kunden oder um sie weiterzuverkaufen)

Zu meiner Frage:
Wie verbuche ich dies nun?
Sollte ich die Domains, welche wir für die Kunden kaufen als “Dienstleistungsaufwand” verbuchen, da dies direkt mit unserem operativen Geschäft zu tun hat?
Und was tue ich mit den Domains welche wir kaufen, jedoch noch kein Kunde benutzt?

Ich hoffe Ihr könnt mir helfen.

Besten Dank im Voraus und jedem Leser eine besinnliche Weihnachtszeit.

Beste Grüsse
Mike

Hallo Mike

ich buche die meist über Dienstleistungsaufwand. Handelwarenaufwand wäre wohl auch nicht verkehrt.
Bei vorrätigem Kauf bin ich mir auch nicht sicher, was da Sinn mache.

LG, Daniel

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Hey Daniel

Vielen Dank für deine Antwort. Hab ichs mir doch gedacht…

Weiss jedoch jemand, wie ich die anderen Domain Käufe verbuchen könnte?

Gruss und schöne Festtage

Mike

Hallo Conzi

Kaufmann Müller handelt mit Zucker. Er kauft eine Tonne zu 100 und schmeisst die ins Lager.
Ende Jahr bucht er “Lagerzunahme an Wareneinkauf” 100.

Nächstes Jahr verlkauft er 50kg zu 150.

Ende Jahr zählt er den Zucker und stellt fest, dass er noch 20 kg im Wert von 2 (bewertet mit dem damaligen Einstandspreis) sind.

Jahresendbuchung: Wareineinkauf an Lagerbestand 98.

Jetzt sind im Lagerkonto 12xx noch genau die 2.

So, ich verkaufe Domains. Die haben ja ebenfalls einen EP (EP = Kosten inkl. aller Spesen).

In meine Warenlager liegen ch-Domains im Wert von 1’550. Die schiebe ich im Geist ins Verkaufsgestell ohne etwas zu buchen. Gebucht also bleiben die im Lager.

Ich kaufe nun bei Switchplus (heisst ja jezt anders) weitere 20 ch-Domains zu 15.50, also gesamt für 310. Jetzt liegen im Gestell Domains für 1’860.
Mein Domain-Verkaufsgestell ist eine Excelliste aller Domains die mir gehören).

Während dem Jahr verkaufe ich zehn davon zu je 20, also für 200.
Die lösche ich jetzt aus meinem Excel, weil die ja nicht mehr auf mich, sondern auf den Kunden laufen.

Und weil die Leute fleissig Domains kaufen - wie warme Weggli - sind Ende Jahr da nur noch 10 Domains zu 15.50, also Gesamtwert 155 im Verkaufsgestell übrig sind. Das heisst, mein Gestell ist von 1’550 Anfang Jahr mit allem rein und raus jetzt auf 155 geschrumpft. Die schmeisse ich jetzt ins Lager, bzw korrigiere den noch immer gebuchten Bestand von Anfang Jahr (Lagerbuchungen macht man in der regel nur Ende Jahr). Buchung: Wareneinkauf an Lager (42xx an 12xx) 1’395. Im Lager sind jetzt Domains für eben die 155.
Und wenn Du im Verkaufsgestell (Excel) Ordnung hast, sind dort genau gleichviel Domains.

Achtung: Das Warenlager wird immer mit dem Einstansdpreis gebildet, der Verkaufswert spielt dabei keine Rolle. Ausser Du machst eine Sachgründung einer juristischen Person…

Genau das, was ich beschrieben habe, habe ich für einen Webmaster, der auch mit Domains handelt, vor ein paar Jahren so eingerichtet. Alle sind glücklich damit. Er, der Steuervogt, der MwSt-Vogt…

Hoffe, das hilft Dir.

Gruess Hanspeter

PS: Der Logik entsprechend sind Webseiten machen Dienstleistung und Domains (auch für Kunden-Webseiten) verkaufen eben Verkauf. Wie im richtigen Leben, wie Cervelats - nur heissen Deine Cervelats eben Domain…

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Guten Tag Hanspeter

Ich danke Dir vielmals für die ausführliche Antwort, dies hat mir sehr geholfen.

Beste Grüsse und alles Gute für das neue Jahr.

Conzi

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