Erfahrungen mit ERP-Systemmigration, Datenmapping, Integrationen und Transition

Hallo liebe Community, wir stehen aktuell vor einer ERP-Systemmigration und evaluieren die Auswirkungen auf bestehende Integrationen, Datenmapping und partnerseitige Schnittstellen. Besonders interessieren uns Erfahrungen mit der Synchronisierung von Transaktionsdaten während der Umstellung sowie Strategien, um Inkonsistenzen zwischen Altsystem und neuem ERP zu vermeiden. Welche Erfahrungen habt ihr in Bezug auf Datenmigration, Integrationsarchitektur und die Sicherstellung der Geschäftskontinuität während der Transition umgesetzt?

Eine Ausführliche Antwort sprengt den Rahmen in diesem Forum, ich habe gerade aber eine Umstellung auf SAP bei einem Kunden hinter mir und kann nur sagen, Testen, Testen, Testen und nochmals Testen.

Wichtig ist klaren Zeitlichen Fahrplan zu haben, wer was und bis wann machen muss.
Ein Datum, wann der Go Live in neuem System stattfinden soll, muss die Basis für die Planung sein.

Bei mir wars so, dass der Kunde einen Systemwechsel auf den 01.07. machte. Ursprünglich wollte man per 01.01. umstellen, aber aufgrund von Abschlussarbeiten hat man entschieden, dass ein Systemwechsel kombiniert mit dem Jahresabschluss keine gute Idee ist.

Es ist unmöglich, alle Details und Prozesse zu 100% vor dem Go Live zu prüfen, damit aber die wichtigsten Funktionen wie Ablauf der Schnittstelle, Zahlungsläufe, Import von Bankfiles beim Go Live reibungslos funktionieren, muss man es auf Herz und Nieren vorher durchtesten.

Bei uns war es so, dass ab dem Go Live 3 Tage nichts gebucht wurde, bis der Import von Buchungen, Nebenbüchern, Anlagen etc. zu 100% durchgeprüft war und alles passte, erst dannach hat man angefangen im neuen System zu arbeiten, bei uns hat sich das als gut erwiesen, da man genüngend Zeit hatte alle Migrationen zu prüfen, bevor man angefangen hat zu arbeiten. Es ist auch wichtig, dass man vor der Umstellung seine wichtige Partnern informiert, da es in der Übergangsphase zu Problemen kommen kann, was dann z.B. Zahlungsverzögerungen kurzfristig beeinflussen kann etc.

Ihr seid an den Softwarehersteller angewiesen, dass ihr einerseits kompetente Beratung über die Möglichkeiten erhält, und anderseits dann Hilfe beim Testen von Prozessen und Abläufen im neuen System. Wenn auch Vorsysteme mit Schnittstellen vorhanden sind, muss natürlich auch der Hersteller vom Vorsystem den Support bieten, damit die Daten aus dem Vorsystem im richtigen Format geliefert werden.

Wenn vorher die wichtigsten Prozesse überlegt und getestet sind, müsste die Umstellung relativ sanft klappen. Wenn man dann mit dem neuen System arbeitet, wird man mit der Zeit merken, dass man gewisse Sachen anders haben will, kleine Bugs etc, es sind dann aber alles Sachen, welche mit der Zeit programmiert werden können.