Eröffnungsbuchungen und Gründungsausgaben

Hallo zusammen

Ich habe kürzlich meine erste GmbH gegründet und beschäftige mich nun mit der Einrichtung der Buchhaltung und dem Buchen der ersten Transaktionen.
Nach etwas Durchstöbern des Forums haben sich auch einige Fragen schon geklärt, andere sind mir noch etwas unklar.

Eröffnungsbuchungen mit Sacheinlage:

Mit verschiedenen vergangenen Posts hier im Forum hab ich mir folgende Eröffnungsbuchungen zusammengestellt. Kontext: 20.000 CHF Eigenkapital davon 5.000 CHF via Einzahlungskonto und 15.000 CHF Sacheinlage Software.

Buchung 1:
Soll: XXXX Kapitaleinzahlungskonto, Haben: 2800 Stammkapital, 5.000 CHF (Bareinlage auf Sperrkonto)

Buchung 2:
Soll: YYYY Software Anlagekonto, Haben: 2800 Stammkapital, 15.000 CHF (Sacheinlage)

Buchung 3:
Soll: 1020 Bank, Haben: XXXX Kapitaleinzahlungskonto, 5.000 CHF (Freigabe der Bareinlage)

Fragen:

  1. Sieht das so richtig aus?
  2. Für das Kapitaleinzahlungskonto hab ich im Forum verschiedene Varianten gesehen, u.a. 1026 und 1080. Gibt es hier eine Empfehlung oder bin ich da relativ frei?
  3. Welches Konto würdet ihr für die selbt entwickelte Software (die als Sacheinlage verwendet wurde) verwenden? Ich habe in verschiedenen Kontenrahmen die Optionen „1700 Patente, Know-how, Lizenzen, Rechte, Entwicklungen“ (Schulkontenrahmen KMU), „1740 Software“ (Bexio), „1740 Selber entwickelte Software“ (Banana) gefunden.
  4. Datum für Buchung 1: Das Gründungsdatum oder das Datum an dem ich das Geld damals von meinem Privatkonto auf das Kapitaleinzahlungskonto überwiesen habe?
  5. Datum für Buchung 2: Das Gründungsdatum oder das Datum vom Sacheinlagevertrag zwischen mir und der GmbH in Gründung?
  6. Datum für Buchung 3: Ich hätte hier das Datum an dem das Geld vom Kapitaleinzahlungskonto auf das Geschäftskonto freigegeben wurde genommen. Ist das korrekt?

Buchen der Gründungsausgaben (Notar, Sacheinlage-Gutachten, …)

  1. Mit welchem Datum buche ich diese? Mit dem tatsächlichen Datum der Rechnung oder mit dem Gründungsdatum der GmbH?
    Bei einer Buchung mit dem Gründungsdatum würden die Zahlungen alle im ersten Quartal der Geschäftsaktivität im MwSt.-Formular auftauchen um die MwSt. auf diese Ausgaben zurückerstattet zu bekommen (die GmbH ist ab Gründungsdatum für die MwSt. registriert). Es fühlt sich aber weniger „korrekt“ an als die Buchung zum tatsächlichen Rechnungsdatum.
    Die Gründungsausgaben waren glaube ich sogar alle innerhalb des Quartals in dem auch die Gründung stattgefunden hat und würden sowohl bei Buchung mit Rechnungsdatum als auch mit Gründungsdatum demnach ins erste Quartal der Geschäftstätigkeit fallen.
  2. Ich habe die Gründungskosten privat bezahlt und möchte mir diese zurückerstatten lassen.
    Wären die folgenden Buchungen dann korrekt? (z.B. Ausgabe von 108.10 CHF inkl. MwSt.):
    Soll: 6550, Haben: 2260, 100 CHF (Nettorechnungsbetrag)
    Soll: 1171, Haben: 2260, 8.10 CHF (Vorsteuer)
    Soll: 2260, Haben: 1020, 108.10 CHF (Rückzahlung an Gesellschafter)
  3. Falls ich die Gründungsausgaben alle per Gründungsdatum in die Buchhaltung aufnehme, kam mir der Gedanke hier eine gesammelte Buchung für alle Ausgaben zu erfassen mit der Gesamtsumme, anstatt Notar, Beratung, Gründungsdienstleister etc. alle separat zu buchen. Wäre das ein valides Vorgehen? (MwSt.-Satz müsste natürlich überall identisch sein, sonst wird es kompliziert)

Ich wäre über jede Hilfe sehr sehr dankbar.

Liebe Grüsse
Philipp