Firmenanteil verkaufen

Hi zusammen

Folgendes:
Ich bin GF einer GmbH mit 20’000 Stammkapital. Sonst ist kein Kapital drin (ausser das Erwirtschaftete natürlich).

Nun habe ich eine externe Firma/Person(en), welche einen Anteil an der GmbH möchten. Ich wäre auch bereit dazu.

Wie genau läuft dies nun ab? Ich habe da keinen Plan…
Zahlen die mir als GF etwas (dass ich dann Summe X erhalte (Privat)), oder zahlen die nur etwas in die GmbH ein (Stammanteil), dass Sie mit Eigentümer sind etc.?

Angenommen die Firma hat einen Wert von CHF 600’000., Stammkapital 20TCHF.

Ich will 55% der Firma behalten und 45% können Sie haben. Würde bedeuten sie zahlen CHF 270’000 in die Firma ein? oder an mich Privat? Wenn’s in die Firma einbezahlt wird, haben die ja 270T Stammkapital und ich „nur“ 20TCHF ?

Ich möchte schlussendlich wissen, wie ich persönlich auch vom „Teilverkauf“ profitieren könnte

Sie müssten dann 45 % Stammanteile verkaufen, also Sie privat.

Und wie weiter?
45% von was? 45% von 20’000 (Stammkapital), 45% vom Firmenwert?
Kann ich den Preis meines Anteils frei bestimmen? Wenn ich finde, ich bin bereit 45% für 400’000 zu verkaufen ?

Ich sehe das ganze nicht wirklich… Und was geschieht mit dem Stammkapital?? Der Käufer muss ja im HR eingetragen werden wenn er auch anteile besitzt und dafür benötigt es ja stammkapital.

Hat der Verkaufspreis denn keinen direkten Firmeneinfluss (das Geld fliess an mich Privat oder an die Firma?)

  1. Verkauf der 45 % von Privat zu Privat
  2. HR mitteilen
  3. Buchen in GmbH der Änderung
  4. in privater Steuerklärung angeben, nur noch 55 % Anteil
  5. gutes Zusammenarbeiten…

und ja wenn Sie einen finden können Sie diese 400’000 verlangen.

Ist beim Hausverkauf ja identisch… Privat zu Privat

Stellen Sie sich das ein bisschen wie beim Aktienhandel an der Börse vor.
Ihr Stammanteil hat einen Wert (20’000 Stammkapital). 45% davon wären also 9’000 CHF.
Rein rechnerisch ist der Anteil damit „nur“ 9’000 Wert.
Der „innere Wert“ davon kann aber viel höher sein. Wenn Sie jemanden finden der ihre 45% für 400’000 Franken abkauft, dürfen Sie das machen. Der Stammanteil lautet dann aber trotzdem nur auf 9’000 Franken.
Den Aktienvergleich habe ich daher gemacht, da Aktien auch einen Nennwert und einen Marktpreis haben.
Wenn ich jetzt richtig liege kriegt der neue Gesellschafter mit 45% des Stammkapitals auch 45% des ausgeschütteten Gewinns. Je nachdem wie hoch diese Ausschüttung für diesen Gesellschafter ist, kann so ein Stammanteil natürlich viel mehr wert sein als auf dem Papier steht.

Wenn die GmbH z.B. jedes Jahr 100’000 Franken Gewinn zum Ausschütten hat, wäre man ja blöd wenn man 45% von den 20’000 Stammanteil für nur 9’000 Franken verkauft.

Der eigentliche Unternehmenswert ist daher kein schlechter Indikator, um einen Kaufpreis zu ermitteln. Es gäbe sicher Profis in dem Bereich die Ihnen genauer sagen könnten, was der Anteil so „auf dem Markt“ wert wäre.

Profis gibt es viele… aber der Wert ist eine Marktsache, also Angebot und Nachfrage… deshalb meine Bemerkung wenn Sie jemand finden dwr 450’000 zahlt.

Ricjtig bei 100000 Gewinn hat der neue dann 45 % Anteil… nehmen wir an dieser Gewinn stellt eine Ausschüttung als Dividende dar.

Ein Tipp unter 10 % sollte der Anteil nicht sein, da nur ab 10 % eine privilegierte Besteuerung beim Aktionär ist.

„Wenn Sie jemanden finden der XXX zahlt“

Das ist absolut korrekt. Nichts desto trotz gibt es hierfür aufgrund von Angebot und Nachfrage sicher gängige „Marktpreise“ bzw. anerkannte Mechaniken womit man einen solchen ungefähren Wert berechnen kann.

Man sollte als Verkäufer ja schon eine Wertvorstellung von seinem „Produkt“ (in dem Fall die Firma) haben, damit man sie nicht unter Wert verkauft. Und diese Vorstellung kann nicht von nichts kommen.

Ich kenne jemand der eine GmbH kaufte… der Wert war korrekt berechnet worden.

Aber was zäht? Ob die Kunden den Wechsel mitmachen… und das weiss niemand.

Deshalb kann man vieles Rechnen… nützt aber nur wenig da Kunden etc. komplexer sind.

Es geht hier ja nicht um einen Inhaberwechsel, sondern um einen Neueinstieg eines neuen Stammkapital-Halters. Davon bekommt man als Kunde oft nichts mit, wenn der Geschäftsführer und bisheriger Besitzer die Ansprechperson bleibt.

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Ich nehme an, dass der 45% Inhaber mitspricht, sonst steigt man in aller Regel nicht in Private Equity ein, oder?

Natürlich. Aber der alte Inhaber bleibt ja. Also wird es keine „jetzt ist alles völlig anders“ Änderungen geben.

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