Verbuchung Twint/Sumup/Sixpay Gebühren

Hallo zusammen. Bei uns in der Firma entsteht immer wieder die Frage, wie Twint/Sumup/Sixpay Gebühren richtig verbucht werden? Wir sind uns uneinig darüber, ob diese Gebühren über 6910 Gebühren Twint oder über 3801 Erlösminderung Twint Gebühren verbucht werden. Weiss jemand wie die korrekt verbucht wird? Danke.

Es gibt 3 Lösungen die ich gesehen habe bislang, und alle sind nmM gleich richtig (oder falsch).
Variante 1: 6940 Bankgebühren
Variante 2: 694x Gebühren DIenstleister (oä)
Variante 3: 3801 Erlösminderung XY

Wie so oft führen mehrere Wege nach Rom, hier meine Gedanken zu den verschiedenen Wegen:
Variante 1 und 2 sind nach dem Gedanken das die Gebühren in der Regel nicht Signifikant genug sind um diese als Erlösminderung zu betrachten, einzig Unterschied ist das es eine bessere Übersicht der Kosten nach gibt wenn es über ein separates Konto geht.
Variante 3 wird nach dem Ansatz gebucht das in den Einnahmen nur die realen Geldflüsse ersichtlich sein sollte. Hier zu beachten ist, das diese Reduktion dann als MWST Neutral betrachtet werden muss und nicht zu eine Reduktion bei der MWST führt.
Meiner Meinung nach sind diese 3 Wege gangbar, wichtiger ist die Kosistenz in der Buchhaltung und die Begründbarkeit warum jetzt diese Variante genommen worden ist als das es nach richtig oder falsch beurteilt wird.

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bei Offenposten also ohne Debitoren, buche ich

6901 an 3000 Six Jahresgebühren.
dh in letzten MWST Abrechnung buche ich Umsatz aus Kommissionen dazu.

Bei Debi ist es mühsamer…

Super. Danke für die Antworten.

Hallo Anja
Ich nutze das Zeugs seit Jahren und will dabei die totale Kontrolle haben.

Zudem muss ja allfällige MwSt. immer vom Bruttobetrag gerechnet werden.

Beispiel SumUp:

Ich richte ein Guthabenkonto 1105 SumUp ein.
Zudem ein Kommissionskonto z.B. 3801.

Jetzt zahlt einer mit SumUp 200, ich buche im ersten Schritt 1105 an 3xxx mit MwSt.-Code V81 (bei Banana).

Eine Woche später zahlt SumUp 197 aus (3 Kommission ziehen die ab).

Ich buche auf der ersten Zeile im Haben (Soll bleibt leer) 1105 200 (jetzt ist 1105 leer)
Auf der zweiten Zeile im Soll (Haben bleibt leer) 1020 197
Auf der dritten Zeile im Soll (Haben bleibt leer) 3801 3

Das nennt sich Splitbuchung und ich habe die in Banana hinterlegt. Immer wenn SumUp zahlt, bringt mir Banana das Gerüst und ich brauche nur Datum und Beträge einzusetzen.

Das ist ein Beispiel.
Natürlich können da mehr als eine Zahlung von Kunden im Zeitraum bis zur Auszahlung stattfinden (ich arbeite mit einer Kasse, die druckt das Tagesgeschehen aus und ich gleiche das mit den Angaben im SumUp Account ab.
So habe ich die Kontrolle, ob die Kartenfirma auch korrekt auszahlt - auch die machen Fehler.

Für Twint-Zahlungen habe ich Konto 1106, das Kommissionskonto bleibt 3801.

Hoffe, das Praxisbeispioel hilft weiter - ich weiss natürlich niucht, was Du für eine Software hast und ob die das auch kann.
Sonst machst Du eben drei Einzelbuchungen bei der Zahlungsverbuchung.

Am Ende hat jeder, was ihm zusteht:

  • Du Dein Geld
  • die ESTV ihre MwSt.
  • die Kartenfirma ihre Abzockergebühren

Und alle sind glücklich…

Gruess Hanspeter
www.meisterbuchhalter.ch

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