Vorauszahlung der Steuer GmbH

Ist es korrekt, wenn ich meine Vorauszahlungen (quasi Akontorechnungen) an die Steuerbehörde für das laufende Jahr auf dem Buchhaltungskonto «2340 Rückstellungen für direkte Steuern» verbuche?

Ja, können Sie machen. Solange Sie dann die dazugehörige geschätzte- und tatsächliche Steuer auch dementsprechend buchen.

Es gibt verschiedene Wege/Präferenzen dies zu buchen. Wichtig ist schlussendlich, dass Sie den effektiv geschuldeten Steuerbetrag in zeitlicher Hinsicht im Griff haben / dem richtigen GJ zu ordnen.

Danke für die Antwort. An anderer Stelle habe ich gelesen, man sollte das Konto 1170, also ein Aktivkonto verwenden. Macht das mehr Sinn?

Nein. Es sei denn Sie sprechen von der MWST? (1170 wird gewöhnlich verwendet, für die Vorsteuer auf Material/DL)

Gemäss Ihrem ursprünglichem Post gehe ich davon aus, dass die Rede von der direkten Steuer, sprich Kapital- &Gewinnsteuer der GmbH, die Rede ist.

Ja, genau. Es handelt sich um die Kapital- & Gewinnsteuer. Also das Passivkonto ist korrekt?
Ein Aktivkonto scheint mir nicht ganz abwegig, da es ja Geld ist, das der Firma noch gehört (bis damit die Steuern bezahlt werden), einfach auf einem anderen Konto. Sehe ich das falsch?

Was ist da normalerweise das Standardvorgehen in solchen Fällen?

Ich grenze die Direkte Steuern (8900) über das Konto (2300) Passive Rechnungsabgrenzung ab.

Ich berechne die Steuer und grenze den Betrag ab, falls es zu wesentlicher Differenz kommt, verbuche ich diese im Periodenfremden Bereich im Folgejahr.

2340 ist aber auch i.O. meiner Ansicht nach

1 „Gefällt mir“

Ich mache es für gewöhnlich auch so wie buchhalter0701. Je nach Komplexität und wie viele Steuerjahre noch offen sind, nehme ich Bilanzkonti zur Hilfe. Dient der Übersicht. In Ordnung ist ohnehin alles. Alle Varianten machen Sinn (ausser die mit dem 1170 Vorsteuer ;)). Ist halt eine Frage der Präferenz/Arbeitseffizienz.

Aber grundsätzlich sind die Steuern keine komplexe Angelegenheit, wenn man eine ordentliche Buchhaltung führt.
Erst bezahlt man ein Akonto, dann berrechnet man den geschätzen Beträg gemäss eigenem Abschluss und schlussendlich kommt dann die tatsächliche Steuer vom Amt.

Da genügt es m.E. vollends, alles in dem Kontext vom/ans Steueramt aufs 8900 zu buchen und Ende Jahr eine, dem geschätzten Steuerbetrag entsprechende, Abgrenzung zu machen (2300). Sollte es dann grosse Anpassungen/Abweichungen bei der tatsächlichen Steuer geben (was „nicht“ passiert, wenn man die BH ordentlich führt ;)), wird das mittels periodenfremder Aufwand- oder Ertrag ausgebucht.

1 „Gefällt mir“

Vielen Dank, das hat geholfen. Ich werde es nun auch so machen.